Die URANIA als Bildungsverein geht auf eine über 100jährige
Tradition zurück. Der Name "Urania" ist der griechischen Mythologie
entlehnt und ist als Muse der Himmelskunde (und der Wissenschaften) eine der
neun Begleiterinnen des Sonnengottes Apollon. Im März 1888 in Berlin von
dem Astronomen und damaligen Direktor der königlichen Sternwarte in Berlin,
Wilhelm Foerster (1832-1921), gegründet, fand die Urania bald Nachahmer
im In- und Ausland (Magdeburg, Wien, Budapest). Das Anliegen, naturwissenschaftliche
Zusammenhänge und neue Erkenntnisse in der Wissenschaft einer breiten Öffentlichkeit
zugänglich zu machen, hat sich bis heute als Grundidee der URANIA erhalten.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Tradition durch die Gründung des Urania
e.V. in Berlin (West) im Jahre 1953 und 1954 mit der Gründung der "Gesellschaft
zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse" in der DDR fortgesetzt.
Nach der Wende fielen alle staatlichen Unterstützungen für die URANIA
weg und nur dort, wo sich eine starke Motivation für die Fortsetzung der
URANIA-Idee fand, wurde sie auf Vereinsbasis neu gegründet. So entstanden
in verschiedenen Kreisen des Landes Brandenburg, das nach der Strukturreform
die Bezirke Potsdam, Cottbus und Frankfurt/Oder in sich vereinigte, neue URANIA-Vereine.
Diese Vereine leben vor allem von der kreativen Mitwirkung durch ihre Mitglieder
und in vielen Fällen von Ehrenamtlichkeit.
Sie nutzen das wissenschaftliche Potential der zahlreichen Forschungseinrichtungen
der Region, um ein anspruchsvolles Angebot an Vorträgen, Kursen, Führungen,
Bildungsexkursionen bereit zu halten.
Der URANIA-Landesverband e.V. vereinigt alle in Brandenburg
vorhandenen URANIA-Vereine und bildet eine Plattform für Erfahrungsaustausch
zu Fragen der Programmgestaltung, Qualitätssicherung, Aktivitäten
im Rahmen der Bildungspolitik und Finanzierung von geförderten Projekten.
Der Landesverband wird teilweise durch Mittel des Ministeriums für Bildung,
Jugend und Sport gefördert.